In der Neuzeit werden die Münzstätten meist durch einzelne Buchstaben auf Münzen wiedergegeben. So steht der Buchstabe „A“ nicht nur für Berlin, sondern auch für Paris oder Wien. Auch die Römer gingen im 3. Jh. n. Chr. dazu über, ihre Münzstätten zu kennzeichnen. Die Abkürzungen sind oft schwer zu erkennen und noch schwerer zu entziffern.

Natürlich war die wichtigste Münzstätte des Römischen Reiches die Stadt Rom selbst. Im 1. Jh. v. Chr. wurden nahezu alle Münzen hier geprägt, einzig die mobilen Münzstätten, die von den Feldherren mitgeführt wurden, produzierten den Sold für die Legionäre. Die Technik der „mobilen Münzstätten“ setzte sich übrigens bis ins Mittelalter fort.

Zur Zeitenwende wird Lyon als weitere Münzstätte eröffnet und auch in Spanien gibt es bereits einige Prägestätten, da dort im großen Stil Edelmetalle abgebaut und direkt ausgemünzt (und damit als Eigentum des Kaisers gekennzeichnet) werden. Eine Kennzeichnung der Münzstätte erfolgt zu dieser Zeit noch nicht, diese setzt erst im 3. Jh. ein und erreicht im 4. Jh. eine beeindruckende Anzahl. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass die Währung der Römer einer hohen Inflation ausgesetzt war und, trotz diverser Münzreformen, das Geld immer kleiner und wertloser wurde. Man benötigte für den täglichen Geldverkehr eine große Menge an „Follis“ (pl. Folles). Dieser Begriff ist mit „Beutel“ gleichzusetzen, was bedeutet, dass man sie beutelweise gehandelt hat. Meist findet sich auf der Rückseite, dem Revers, der Münzen unten auf sechs Uhr ein kleiner Abschnitt (durch eine Trennlinie vom eigentlichen Münzbild abgeteilt), in dem Buchstaben als Kennzeichen der Münzstätte zu sehen sind.

Zwei römische Münzschläger prägen Münzen mit Stempeln in einer antiken Werkstatt.

Oftmals sind zu Beginn die Buchstaben „SM“ zu lesen, was für „sacra moneta“, die „heilige (offizielle) Münzstätte“, steht. Danach kommt ein Buchstabe, der den Ort näher benennt, z. B. „R“ für Rom. Dahinter stehen Buchstaben, die sich auf die Offizin beziehen, also auf die Unterabteilung innerhalb der Münzstätte, in der die Münze geschlagen wurde. Als Beispiel ist „T“ für „tertia“, also die dritte Offizin (Werkstatt) zu nennen. Während der Stempelschneider auf antiken griechischen Münzen der vorchristlichen Zeit noch Erwähnung findet und sich häufig auf Münzen der Römischen Republik die Namen der Münzmeister befinden, spielen diese Personen in der römischen Spätantike keine Rolle mehr.

Gelegentlich finden sich Symbole, wie ein Blitz zwischen den Buchstaben. Ob es sich hierbei nur um einen Lückenfüller handelt, oder ein tieferer Sinn dahintersteckt, ist noch nicht geklärt.

Große Beliebtheit haben bei Sammlern ungewöhnliche Schreibweisen, so zum Beispiel die komplette Nennung der Offizin mit „Tertia“ und „Qvarta“ oder die volle Nennung des Ortes, wie auf einer Kleinbronze des Kaisers Julian II., auf der „VRB(S) ROM(A)“ zu lesen ist.

Manchmal sind die Bedeutungen auch zweideutig und führen zu Fehlern bei der Bestimmung der Münzstätte. Häufig passiert dies bei Münzen des Kaisers Constantius II., der Mitte des 4. Jh. die französische Stadt Arles von „Arelate“ in „Constantinopolis“ umbenannte. So ist auf den Münzen „KONS(TAN)“ zu lesen, was oft als Konstantinopel gedeutet wird.

Makroaufnahme antiker römischer Münzen mit vollständigen Umschriften und Randprägungen.

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