und der Maria – Theresien – Taler
Etwa 30 Kilometer nordöstlich von Ulm liegt Günzburg, das viele Menschen zuerst mit dem Legoland in Verbindung bringen. Dass diese Stadt 500 Jahre lang ein Teil Österreichs war und dort für gut 40 Jahre sogar Münzen geprägt wurden, wissen nur wenige Besucher der Stadt.
Als Günzburg um das Jahr 1300 in den Besitz des Hauses Habsburg kam und in der Folge zum Hauptort der Markgrafschaft Burgau ausgebaut wurde, war die Münzprägung zunächst noch kein Thema. Doch Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Kleingeld in den Habsburgischen Erblanden, auch „Vorderösterreich“ genannt, immer knapper und so beschloss Kaiserin Maria Theresia in Günzburg eine Münzstätte einzurichten.
Diese war zunächst im Bereich des Günzburger Schlosses untergebracht. Geprägt wurde mit Spindelpressen, die Münzmetalle (Zaine) wurden aus Augsburg bezogen. Einige Jahre später ging eine eigens errichtete Münzprägestätte außerhalb der schützenden Stadtmauern in Betrieb. Geprägt wurde vornehmlich Kleingeld für das Haus Habsburg, also Heller und Kreuzer aus Kupfer. Von 1772 bis 1775 erledigte man zudem Auftragsprägungen für die Hochstifte Augsburg, Straßburg und Konstanz sowie für das Fürstentum Fürstenberg und die Freie Reichsstadt Ulm.
Das Ende der Günzburger Münzstätte kam im Jahr 1805 mit dem Dritten Koalitionskrieg. Zunächst unterlagen die habsburgischen Truppen den Franzosen in der Schlacht bei Elchingen (zwischen Günzburg und Ulm), wenig später erneut in der Schlacht bei Austerlitz. Mit den Bedingungen des Friedens von Pressburg wurde Günzburg bayrisch, das Inventar der Münzstätte wurde bereits vor dem Einmarsch der Franzosen abgebaut und auf andere habsburgische Münzstätten verteilt.
Einige der Günzburger Prägungen haben nicht nur bei Münzsammlern große Berühmtheit erlangt, sondern sind weltweit bekannt:
Gleich im Jahr 1764 wurden Proben für das 30-Kreuzer-Stück hergestellt, zur Kaiserin nach Wien geschickt und dort nicht genehmigt. Doch anstatt sie einzuschmelzen, gelangten die Münzen in den regulären Umlauf und sind heute bei Numismatikern sehr gesucht. Ein Jahr lang wurden sogar Goldmünzen geprägt, nämlich 1793 der halbe und ganze Sovrano (Sovereign d´or). Auf Auktionen sind diese Münzen nur selten zu finden und erreichen Preise im vierstelligen Bereich.

Die mit Abstand bekannteste Günzburger Münze ist jedoch der Maria-Theresien-Taler. Er wird seit dem Jahr 1741 nahezu unverändert geprägt, trägt auf der Vorderseite die Büste der Maria Theresia und auf der Rückseite das Wappen und den Habsburger Doppeladler. Seit dem Tod der Kaiserin im Jahr 1780 wird er mit dieser Jahreszahl als Handelsmünze „Neuprägung“ weiter geprägt. Bis zum 31. Oktober 1858 war er zudem gesetzliches Zahlungsmittel in Österreich. In großen Teilen Afrikas war der Maria-Theresien-Taler bis weit ins 20. Jh. hinein anerkanntes Zahlungsmittel. Bis heute wird hierfür als Vorlage der Günzburger Prägestempel genutzt, der das Münzmeisterzeichen „SF“ als Zeichen der beiden Günzburger Münzmeister Schöbl und Faby trägt. Auch die technischen Daten der Münze haben sich in den fast 300 Jahren seiner Herstellung nie geändert. Der Durchmesser beträgt ca. 40 mm, der Feinsilbergehalt 23,389 g bei einer Feinheit von 833,3/1000, was einem Raugewicht von 28,0668 g entspricht. Man nimmt an, dass zwischen 1751 und dem Jahr 2000 ungefähr 389 Millionen Maria-Theresien-Taler geprägt wurden, was ihn zur häufigsten Silbermünze der Welt macht.

Selbstverständlich finden sich zahlreiche Günzburger Prägungen bei Ihrem Münzhändler in Ulm, der Münzenhandlung Heinrich Wickert in der Kohlgasse 13. Als begeistertem Numismatiker (Münzsammler) liegen ihm besonders die Münzen der näheren Umgebung am Herzen. Seit 50 Jahren betreibt die Familie Wickert Münzhandel in Ulm und dass man sich auf ihn verlassen kann, zeigen unter anderem die zahlreichen positiven Rezensionen von Heinrich Wickert. Bei ihm kann man nicht nur Münzen kaufen, sondern auch Münzen verkaufen. Wenn Sie nach einem seriösen Münzhändler in der Nähe suchen, sind Sie hier goldrichtig. Das Schätzen lassen und der Ankauf von Münzen ist Vertrauenssache, deshalb empfiehlt es sich, den Münzhändler in der Nähe aufzusuchen. Doch bei der Münzenhandlung Heinrich Wickert in Ulm kann man nicht nur Münzen bewerten lassen, sondern auch alles rund ums Gold, denn auch als Goldhändler in der Nähe hat sich die Familie Wickert in Ulm in den letzten Jahrzehnten einen Namen gemacht. Ganz egal, ob Sie in Ulm Gold kaufen oder Gold verkaufen wollen, in der Kohlgasse 13 ist man gerne Ihr Ansprechpartner. Von Anlageprodukten, wie Krügerrand oder Goldbarren, bis hin zu Sammlerstücken können Sie Ihre Edelmetalle prüfen lassen und direkt verkaufen. Seit dem starken Anstieg des Goldpreises ist das Thema Altgold nicht nur in Ulm in aller Munde, doch die seriöse Bewertung und der Ankauf von Goldschmuck, also Goldringen und Goldketten sowie Zahngold ist Vertrauenssache. Goldhändler gibt es viele, doch hier zählt die Erfahrung und man sollte sein Gold nicht dem erstbesten Händler in Ulm verkaufen, sondern auf jahrzehntelange seriöse Beratung achten. Neben Goldmedaillen, Goldmünzen, Goldbarren, Goldschmuck und Zahngold, schätzt die Münzenhandlung Wickert, Ihr Goldhändler in der Nähe, auch Silberschmuck, Silberbarren, Silbermünzen und Silberbesteck bzw. kauft dieses direkt an. Durch den gestiegenen Silberpreis ist auch der Verkauf von versilbertem Besteck interessant, ähnlich verhält es sich mit dem Ankauf von altem Zinn, wie zum Beispiel Zinnteller, Zinnkrüge und Zinnbecher. Kurz gesagt: Schauen Sie vorbei und überzeugen Sie sich selbst.
