Eckige Münzen oder Medaillen werden als Klippe(n) bezeichnet. Bereits aus der Antike sind solche Münzen überliefert, aber erst in der Neuzeit gibt es auch Klippen, die aus Gründen der Schönheit produziert werden. Meist handelt es sich jedoch um Prägungen, die aus der Not heraus entstanden sind, zum Beispiel bei einer Belagerung. So geschah es auch in Ulm im Jahr 1704, doch dazu nachher mehr. Der Begriff „klippa“ bedeutet so viel wie „schneiden, scheren, abknipsen“ und wurde von der Numismatik für eckige Gepräge übernommen. Während es sehr aufwändig ist, runde Schrötlinge (also Rohlinge zur Münzprägung) herzustellen, lassen sich Klippen sehr einfach und ohne großen Materialverlust mit speziellen Scheren zurechtschneiden. Gerade in Notsituationen, in denen nicht viel Zeit blieb, setzte sich dieser Herstellungsprozess durch. So wurde nicht selten Silbergeschirr oder Kirchensilber zerschnitten und in aller Eile, wie zum Beispiel bei der Belagerung von Bonn im Jahr 1583 oder Jülich 1610, zu Notmünzen in Klippenform verarbeitet. Auch Ulm wurde mehrfach belagert und so entstanden während des Spanischen Erbfolgekrieges, nämlich im Jahr 1704, die bei Numismatikern weltweit bekannten Belagerungsklippen.

Sie tragen auf der Vorderseite den reich verzierten Stadtschild mit der Umschrift MONETA ARGENT (als Zeichen, dass es sich um eine Prägung aus Silber handelt) REI PUBLICAE VLMENSIS. Auf der Rückseite ist der Reichsadler zu sehen, umrahmt von der Inschrift DA PACEM NOBIS DOMINE 1704, die den Wunsch nach Frieden Ausdruck verleiht.
Während der Besetzung der kaisertreuen Freien Reichsstadt durch bayrisch-französische Truppen im April 1704 kam der Geldumlauf in Ulm zum Erliegen. Die Bürger horteten ihr Geld, weil sie Angst hatten, dass es von den Besatzern eingezogen wird. So stellte der französische Kommandant immer neue Forderungen an den Rat der Stadt. Zunächst forderte der Oberbefehlshaber Marquis de Blainville am 10. April eine Zahlung von 265106 Gulden und nur sieben Tage später eine Nachforderung von 150000 Gulden. Diese immensen Beträge sollten bis zum 25. April beglichen werden, andernfalls drohte er dem Rat und den Bürgern eine „militarische scharffe Execution“ an. Dies hätte für die Ulmer bedeutet, dass ihre Stadt geplündert und bis auf die Grundmauern niedergebrannt wird. So nahmen die Ulmer ihre privaten Vermögen und brachten ihr Gold und Silber ins Zeughaus, wo damals eine provisorische Münzstätte untergebracht war. Hier wurden in aller Eile die berühmten Ulmer Belagerungsklippen geprägt, auf denen der Wunsch nach Frieden mit den Worten „Herr, gib uns Frieden“ deutlich zum Ausdruck kommt.

Zwar wurden die Forderungen der Besatzer erfüllt und die bayrisch-französischen Truppen zogen ab, doch sie kehrten nur wenige Wochen später, nachdem sie die Schlacht bei Höchstädt Mitte August verloren hatten, zurück und wurden dort von den kaiserlichen Truppen unter der Führung des Herzogs von Malborough belagert. Nach tagelangem Beschuss der Stadt ergaben sich die Besatzer in Ulm am 10. September und mussten abziehen.
Der auf die Klippen geprägte Wunsch der Bürger nach Frieden sollte noch lange nicht erfüllt werden, denn der Spanische Erbfolgekrieg dauerte weitere zehn Jahre und besiegelte den wirtschaftlichen Niedergang der Reichsstadt.
Selbstverständlich hat Ihr Münzhändler in Ulm, die Münzhandlung Heinrich Wickert in der Kohlgasse 13, immer eine Vielzahl an Klippen aus verschiedenen Jahrhunderten im Sortiment und ist besonders stolz, die Ulmer Belagerungsklippen des Jahres 1704 sowie ihre modernen Nachprägungen präsentieren zu können. Gerade jetzt, in der Weihnachtszeit suchen viele Leute nach einem passenden Geschenk für Menschen, die schon alles haben. Da ist eine Ulmer Prägung nicht nur für Münzsammler, so genannte Numismatiker, interessant, sondern viel Geschichtsbegeisterte in Ulm und um Ulm herum. Für die Echtheit garantiert Ihr Münzhändler in der Nähe, die zahlreichen positiven Rezensionen von Heinrich Wickert sprechen für sich. Seit 50 Jahren betreibt die Familie Wickert nun schon ihren Münzhandel in der Kohlgasse in Ulm und verkauft nicht nur Sammlermünzen, sondern betreibt auch den seriösen Ankauf von Münzen aller Art in Ulm. Wenn Sie ihre Münzen bewerten, und sich fragen, wo kann ich Münzen in meiner Nähe schätzen lassen und verkaufen, dann wenden Sie sich an Heinrich Wickert und sein Team. Doch nicht nur als Münzfachhandel hat sich die Münzenhandlung Heinrich Wickert bis weit über die Grenzen von Ulm hinaus einen Namen gemacht, sondern auch als Goldhändler. Neben dem Handel mit Sammlermünzen wird hier seit einem halben Jahrhundert seriös und diskret in Ulm Goldhandel betrieben. Deshalb können Sie bei Ihrem Münzhandel in der Nähe auch Edelmetalle in Ulm handeln. Das Bewerten von Goldbarren und Silberbarren erfordert ebenso viel Erfahrung, wie das Prüfen von Goldmünzen und Goldmedaillen. Auch mit Anlagemünzen können Sie zum Team der Münzenhandlung Wickert in Ulm kommen und beispielsweise den Krügerrand verkaufen. Seit dem starken Anstieg des Goldpreises ist das Thema Altgold nicht nur in Ulm, sondern weltweit in den Medien präsent, Goldringe und Goldketten erzielen Höchstpreise. Doch der Ankauf von Gold ist Vertrauenssache. Schauen Sie vorbei, wenn Sie Gold in Ulm verkaufen wollen und eine seriöse Beratung für Ihr Altgold, bis hin zum Zahngold, suchen. Auch wenn Sie alten Schmuck, also Goldschmuck und Silberschmuck, in der Nähe verkaufen wollen, ist Heinrich Wickert Ihr kompetenter Ansprechpartner. Mit dem Goldpreis ist auch der Silberpreis stark gestiegen und so bekommt man für Tafelsilber gutes Geld. Es lohnt sich, Silberbesteck und auch versilbertes Besteck in Ulm zu verkaufen. Natürlich kann man sein Altsilber zunächst schätzen lassen und dann in Ruhe entscheiden, egal ob es um den Ankauf oder den Verkauf von Silbermünzen, Silberbarren und Silberschmuck geht. Auch das Verkaufen von altem Zinn ist inzwischen lukrativ, deshalb bringen viele Kunden ihre Zinnkrüge, Zinnteller und Zinnbecher in die Kohlgasse 13, wo der seit einigen Jahren auch der Ankauf von Zinn betrieben wird.
Neben historischen Sammlermünzen und klassischen Edelmetallen spielt die Förderung von Edelmetallen unter fairen Bedingungen eine immer größere Rolle. Deshalb berät Sie das Team der Münzenhandlung Wickert auch zu Themen wie Responsible-Gold und Naturgold, aber natürlich auch, wenn es um die klassischen Möglichkeiten der Verwertung, also um Recyclinggold und Bruchgold geht.
Gerade jetzt in der Weihnachtszeit wollen Kunden verstärkt als Geschenk Gold kaufen und so werden verstärkt kleine Geschenkbarren im Gewicht ab einem Gramm und so genannte CombiBars (Kombibarren) nachgefragt, die sich ebenfalls im Angebot Ihres Münzhändlers in Ulm befinden.
